WochenTipp: Wo man singt...

Singen als Gesundheitserreger

von Christina Azarli

„Drückt´s dich wo, sing dich froh“, sagt der Volksmund.
Singen ist gesund, stärkt das Immunsystem, gleicht die Stimmung aus und ist somit ein echter „Gesundheitserreger“.

Singen ist die Sprache der Seele. Wer sich dieser Ausdrucksform bedient, kommt weniger in Gefahr, von belastenden Situationen erdrückt zu werden.

Singen kann jederzeit, an jedem Ort und von jedem Menschen ausgeübt werden. Viele Menschen sind an das Singen nicht herangeführt worden, wurden vielleicht sogar durch ihre Umwelt entmutigt. Es ist jedoch eine Sprache, die in jedem Alter neu erlernt werden kann. "Singen ist Kraftfutter für Gehirne in jedem Alter", so der Neurobiologe Gerald Hüther.
Die verschiedenen Drüsen des Körpers schütten beim Singen eine große Anzahl von gesundheitsfördernden Substanzen aus, unter anderem zum Beispiel so genannte Glückshormone.
Das geschieht nicht nur durch die vertiefte Atmung und Aktivierung des Zwerchfells beim Singen. Der ganze Körper wird beim Singen von feinen Schwingungen durchflutet, die Durchblutung und der Stoffwechsel angeregt.

Wie intensiv diese Schwingungen sind, davon können Sie sich direkt selbst überzeugen: Summen Sie einfach einmal auf dem Laut N einen lang anhaltenden Ton, so dass die Luft nur durch die Nase entweicht. Legen Sie zugleich eine Hand auf den Kopf. Was spüren Sie?
Diese Vitalisierung durch körpereigene Schwingung belebt den ganzen Menschen.

Die Atmung wird vertieft, die Konzentration erhöht, die eigene Ausdruckskraft erlebt und gestärkt.
Der Gedankenmüll im Kopf wird aussortiert, das Leben als lebendiger Moment erlebt.
Ob zu Hause, in der U-Bahn, oder gemeinsam im Chor, Singen ist ein Ausdruck von Lebensenergie und eine große Ressource für die eigene Regeneration.

Weiterführender Link:
Netzwerk zur Förderung der Alltagskultur des Singens

 

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